Marsmission: Catalina Walde hat Großes vor

Zugegeben: Die Vorstellung vom Menschen auf dem Mars klingt nach Zukunftsmusik. Und doch arbeitet die NASA genau daran, an einer bemannten Marsmission. Dass die dortige Atmosphäre sauerstoffarm und der Radioaktivität ausgesetzt ist, sind zwei der großen Probleme, die es zu lösen gilt, bevor ein solch bahnbrechendes Vorhaben umgesetzt werden kann. Catalina Walde aus der E-Phase hat sich genauer damit beschäftigt und mit ihren Ausführungen den NASA-Wettbewerb des Schwalmgymnasiums gewonnen. Deshalb geht es für sie im Sommer an die United Space SchooI zum internationalen Space-Workshop nach Houston/Texas.

 

Schon seit 2001 entsendet das SG jährlich eine Schülerin oder einen Schüler zum Space-Workshop in die USA, der von der „Foundation for International Space Education“ veranstaltet wird und vom ehemaligen NASA-Mitarbeiter Prof. Dr. Karl-Heinz Siebold vermittelt wird. Ziel ist es dabei, mit Jugendlichen aus verschiedenen Ländern zusammenzuarbeiten und gemeinsam Strategien und Lösungsansätze für Herausforderungen der Raumfahrt zu erarbeiten, also z.B. auch eine bemannte Marsmission zu entwickeln. Daneben stehen vor allem der kulturelle Austausch, Besichtigungen von NASA-Anlagen und Vorträge von Wissenschaftlern und Astronauten im Vordergrund.

Diese einzigartige Möglichkeit ist es, die Catalina im Vorfeld gereizt hat, an dem Wettbewerb teilzunehmen und sich so um einen Platz für den Workshop zu bewerben, auf den sie schon vor einigen Jahren aufmerksam geworden ist. „Ich interessiere mich für Naturwissenschaften und könnte mir vorstellen, später mal in der Forschung zu arbeiten, eventuell im medizinischen Bereich“, erzählt sie. Mit dem NASA-Wettbewerb könne sie viele Erfahrungen sammeln, die auch für ihre Zukunft wichtig werden könnten. Deshalb habe sie in ihrem Aufsatz auch versucht, vor allem einen biologischen Schwerpunkt zu setzen. Sie erklärt in ihrem fünfseitigen Text, was kosmische Strahlung und Radioaktivität sind und wo diesbezüglich die Grenzen des menschlichen Körpers liegen. „Dieses Wissen habe ich dann auf die zelluläre Ebene des Körpers übertragen und mit Inhalten aus den naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern verknüpft“, erläutert Catalina.

Was nach harter Arbeit klingt, war neben dem normalen Unterrichtsalltag auch sehr zeitintensiv. „Sich einzulesen, die Informationen zu sammeln, zu bündeln und zu strukturieren, war viel Arbeit“, sagt die Schülerin. Doch es hat sich gelohnt!

Catalina erzählt, die Erarbeitung des Themas sei sehr interessant gewesen und habe viel Spaß gemacht, mit einem Sieg habe sie aber nicht gerechnet. Umso größer war die Freude, als Bernd Gliemann, Physiklehrer und Organisator des Wettbewerbs, ihren Namen bei der Siegerehrung verlesen hat. Auch den anderen drei Teilnehmerinnen gebührt ihm zufolge große Anerkennung für ihre Leistungen: Evelyne Homakov, Magdalena Vaupel und Nicole Schwarz belegten die Plätze zwei, drei und vier. Bisher hätten auch diejenigen, die nicht gewonnen haben, vom NASA-Wettbewerb sehr profitiert, kann Bernd Gliemann berichten.

Neben ihm, Schulleiter Mario Cimiotti und Fachbereichsleiterin Kirsten Gläsel gratulierte auch Wilhelm Bechtel von der Stadtsparkasse Schwalmstadt Catalina und den anderen Teilnehmerinnen. Finanziert wird die Reise in die USA nämlich von der Stadtsparkasse, die nun schon zum 22. Mal tief in die Taschen greift, um das spannende Abenteuer als Sponsor zu ermöglichen. Mit einer Spende von 2500€ an den Förderverein des Schwalmgymnasiums unterstützt sie den Wettbewerb auch diesmal. Sogar für’s nächste Jahr hat Wilhelm Bechtel diese Summe bereits in Aussicht gestellt. Dafür danken wir herzlich!

Catalina wünschen wir eine interessante und aufregende Zeit in Houston und sind gespannt auf das, was sie anschließend zu berichten hat!