www.hna.de: 111 Bäume für 111 Schuljahre - Zwei davon stehen auf dem Schulhof des Schwalmgymnasiums

Es ist still im Schulgebäude, der Schulhof leer. Dennoch tut sich was am Schwalmgymnasium in Treysa. Mitten in der Coronoakrise werden zwei Bäume gepflanzt.

Diese bilden den Abschluss zum Projekt „111 Bäume für 111 Jahre Schwalmgymnasium“, das im Rahmen des 111. Schuljubiläums veranlasst wurde. Die Lehrer Tanja Neiber und Jürgen Appel pflanzten die Bäume in Zeiten von Corona ohne ihre Schüler ein.

 
109 Bäume im Stadtwald
Die ersten 109 Bäume wurden bereits vor der Schulschließung in Kooperation mit dem Forstamt Jesberg im Treysaer Stadtwald gepflanzt. 17 Schüler aus der Umwelt- und Schulgarten-AG kamen nach dem Unterricht in dem von der Stadt Schwalmstadt zur Verfügung gestellten Waldstück nahe Florshain zusammen.

Revierleiter Volker Gläser betreute die Pflanzaktion und erklärte den Schülern das Pflanzen in Reihen mit genügend Abstand sowie das korrekte Setzen der jungen Bäume.

Lang anhaltendes Angebot an Nektar

Entsprechend des Zwölf-Punkte-Plans zum Schutz der hessischen Wälder im Klimawandel wurden verschiedene Baumsorten wie Linden, Robinien, Tannen, Libanon-Zedern, Wildkirschen, Walnüsse und der Feldahorn gepflanzt, um eine Biodiversität zu gewährleisten. Durch deren unterschiedliche Blühfolge finden auch bestäubende Insekten ein lang anhaltendes Angebot an Nektar und Pollen vor.

Unterstützung der Stadt Schwalmstadt 

Aber wie kam es überhaupt zu der Baumpflanzaktion? „Wir haben uns im Kollegium länger darüber unterhalten und dann kam eins zum anderen“, sagt Deutsch- und Kunstlehrerin Neiber.

Die Stadt Schwalmstadt unterstützte die Pflanzaktion mit einer Spende von 300 Euro, die Bürgermeister Stefan Pinhard persönlich im Wald überreichte.

Verbindungen zum Projekt in Kassel 

Auch Schulleiter Frank Siesenop motivierte die ohnehin schon engagierten Baumpaten mit einem Besuch vor Ort und freute sich über den „Jubiläumswald des Schwalmgymnasiums“. Nun fanden die beiden letzten der 111 Bäume ihren Platz auf dem neuen Schulhof. „Dazu ließen wir uns vom Aktionskünstler Joseph Beuys inspirieren“, sagt Neiber, Leiterin der Umwelt-AG, „der in Kassel unter dem Titel ‚Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung’ 7000 Eichen pflanzen lassen hat. Die erste und die letzte Eiche stehen vor dem Museum Fridericianum. Und auch wir wollten gern eine Verbindung zu ‚unserem’ Wald auf dem Schulgelände herstellen.“

Um die Ahorne stehen Sitzbänke für die Pausen

Politik-, Wirtschafts- und Sportlehrer Appel, der auch die Schulgarten-AG betreut, blickt positiv in die Zukunft: „Zum 150. Jubiläum des Schwalmgymnasiums können wir dann wahrscheinlich schon im Schatten der Bäume sitzen!“ Die Ahorne sind von Bänken umstellt, die Sitzgelegenheiten in den Pausen bieten.

Auch das Projekt im Wald ist mit dem Pflanzen nicht abgeschlossen. Die Bäume benötigen natürlich weiterhin Pflege, worauf sich die Schüler aber bereits nach der Coronakrise sehr freuen, teilte Neiber mit.

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