Patenschaft für Flusskrebse ausgezeichnet

Seit nunmehr drei Jahren hat die Umwelt-AG die Patenschaft für Europäische Flusskrebse übernommen, die im Momberger Hardwasser in Zusammenarbeit mit der Umwelt- und Naturschutzgruppe Momberg dort wieder angesiedelt werden sollen. Für ihr Projekt wurde die Umwelt-AG bereits das zweite Mal beim Bundesumweltwettbewerb ausgezeichnet.

 

In der Umwelt-AG beschäftigen wir uns mit der Natur und der Umwelt und überlegen, wie wir diese schützen können. Dazu gehört auch, dafür zu sorgen, dass bedrohte Tierarten bei uns, in Deutschland, ein Zuhause finden und hier leben können, ohne dass ihnen die Menschen dabei in die Quere kommen.

Die Umwelt-AG  hat sich über den Edelkrebs, auch Europäischer Flusskrebs genannt, schlaugemacht und dabei herausgefunden, dass er zu einer sehr bedrohten Tierart gehört.

Denn der Edelkrebs hatte in seiner Geschichte bisher wirklich nicht viel Glück. Zuerst wurde er von den Menschen so lange gejagt, dass er fast ausgestorben wäre, und dann hat der Amerikanische Flusskrebs auch noch die Krebspest mit nach Deutschland gebracht, woran der Edelkrebs sich angesteckt hat.

Daher hat die Umwelt-AG beschlossen, sich für den Edelkrebs einzusetzen. Im Jahr 2015 haben wir zum ersten Mal die rotbraunen Krebse in Momberg am Hardwasser ausgesetzt. Ein Jahr später sind wir erneut dorthin gefahren und haben wieder 800 kleine Krebschen in den Bach entlassen. In diesem Jahr haben wir den Züchter unserer Krebse in Schotten besucht und uns angeschaut, wie und unter welchen Umständen die hübschen Tiere gezüchtet werden. Der dritte Besatz fand dann am letzten Schultag vor den Herbstferien statt, die wir für die Wiederansiedlung der Krebse aber gern später beginnen lassen haben.

Jeweils in den Wintermonaten hat sich die AG dann theoretisch mit den Edelkrebsen auseinandergesetzt und zu Eigenschaften, Nahrungsverhalten und Lebensweise geforscht. Zusammen mit einem Bericht unseres Wiederansiedlungsprojekts haben wir unsere Ergebnisse beim Bundesumweltwettbewerb eingereicht und wurden 2016 mit einem Förderpreis, dotiert mit 200€, und 2017 mit einem Anerkennungspreis in Form eines Buchgutscheins ausgezeichnet.

Als nächstes steht das Monitoring an, wobei untersucht wird, wie sich die Krebse entwickelt haben. Dazu werden Reusen mit verschiedenen Ködern wie Fisch, Salami oder sogar Katzenfutter ausgelegt, um die Krebse anzulocken. Leider ist uns aber bisher kein Krebs in die Reuse gegangen. Doch wir geben nicht auf!

Drucken E-Mail